Megawatt-Laden verkürzt die Ladezeiten für elektrische Straddle Carrier erheblich.
Kalmar hat die Verfügbarkeit des ersten Megawatt-Ladesystems für elektrische Straddle Carrier bekannt gegeben. Das System, das derzeit im Kalmar Innovation Centre in Tampere, Finnland, getestet wird, ermöglicht ein deutlich schnelleres Laden von elektrischen Straddle Carriern. Dies erhöht die Verfügbarkeit der Flotte und ermöglicht es Terminals, mit weniger physischen Ladegeräten für ihre Maschinen zu arbeiten.
Das neue Megawatt-Ladesystem (MCS) von Kalmar ermöglicht ein wesentlich schnelleres Laden von Portalhubwagen im Vergleich zum herkömmlichen CCS-Laden. Dadurch können Terminals während der Pausen mehr Fahrzeuge laden, was die Planung vereinfacht und die Betriebszeit maximiert. Kürzere Ladezeiten wirken sich direkt auf die Verfügbarkeit der Maschinen aus und senken die Gesamtbetriebskosten der Flotte.
„Wir haben die Entwicklung von Megawatt-Ladelösungen aufmerksam verfolgt, und da nun Schnittstellen mit bis zu 5 MW für Landstrom auf Schiffen verfügbar sind, war die Technologie reif genug für den Einsatz in Containerterminals“, erklärt Sami Yli-Äyhö, Senior Manager, Product Management, Kalmar.
Je nach Ladeleistung und Betriebsprofil des Terminals können Betreiber mit dem MCS nach fünf Minuten Ladezeit mit einer Betriebszeit von fast ein bis zwei Stunden rechnen.
Im Einsatz bei London Gateway
Das erste MCS in Finnland wird derzeit am Kalmar-Teststandort in Tampere getestet. Der erste Kundeneinsatz der Lösung erfolgt im Containerterminal London Gateway von DP World auf 12 neuen Kalmar-Elektro-Straddle-Carriern, die mit der MCS-Schnittstelle ausgestattet sind und derzeit vor Ort in Betrieb genommen werden.

„Durch das Megawatt-Laden wird der kontinuierliche ‚Hot Seat‘-Betrieb von elektrischen Straddle Carriern für Terminalbetreiber deutlich zugänglicher“, sagt Riikka Lankinen, Projektmanagerin für Horizontaltransport bei Kalmar. „Der größte Vorteil des Megawatt-Ladens besteht darin, dass Terminals weniger physische Ladegeräte benötigen, um ihre gesamte Flotte zu verwalten. Dies reduziert die Investitionskosten für ihren Betrieb erheblich.“
Der größte Vorteil der Megawatt-Ladetechnik besteht darin, dass Terminals weniger physische Ladegeräte benötigen, um ihre gesamte Flotte zu verwalten. Dies reduziert die Investitionskosten für ihren Betrieb erheblich.
Branchenweit einzigartig
Das Megawatt-Ladesystem von Kalmar wurde in Zusammenarbeit mit Kempower entwickelt, einem führenden Hersteller von Ladelösungen für Elektrofahrzeuge mit Sitz in Finnland. „Diese Zusammenarbeit mit Kalmar ist wirklich branchenweit einzigartig“, erklärt Antti Vuola, Vice President, Product Management, Kempower. „Megawatt-Laden wurde bereits in Lkw getestet und eingesetzt, aber wir haben noch keine anderen Hersteller von Hafenausrüstung gesehen, die es in ihren Produkten einsetzen. Durch die enge Zusammenarbeit mit Kalmar und seinen Pilotkunden konnten wir nicht nur eine bahnbrechende Ladelösung entwickeln, sondern auch gemeinsam die besten Wege für die Elektrifizierung des Hafenbetriebs in der Zukunft aufzeigen.“
Wir konnten nicht nur eine bahnbrechende Ladelösung entwickeln, sondern auch gemeinsam die besten Wege für die Elektrifizierung des Hafenbetriebs in der Zukunft aufzeigen.
Megawatt-Laden: Die neue Normalität
Das Megawatt-Ladesystem von Kalmar unterstützt derzeit das Laden von Kalmar-Elektro-Straddle-Carriern mit bis zu 500 kW, wobei für die nächste Maschinengeneration eine vollständige Ladeleistung im Megawattbereich erwartet wird. Die Automatisierung der MCS-Schnittstelle befindet sich ebenfalls in der Entwicklung.
„Die Elektrifizierung ist ein wichtiges Ziel für Hafen- und Terminalbetreiber auf der ganzen Welt und ein strategischer Schwerpunkt für Kalmar“, erklärt Marko Hopeaharju, Leiter Horizontal Transportation Solutions bei Kalmar. „Kalmar konzentriert sich bei der Elektrifizierung auf intelligente Ladelösungen und Gelegenheitsladen, um die Verfügbarkeit der Flotte zu maximieren. Die Verfügbarkeit von Megawatt-Ladungen für Straddle Carrier ist ein wichtiger Schritt auf diesem Weg, und wir freuen uns darauf, diese gemeinsam mit unserem Elektrifizierungspartner Kempower sowie unseren wichtigsten Kunden weiterzuentwickeln.“
Die Elektrifizierung ist ein wichtiges Ziel für Hafen- und Terminalbetreiber auf der ganzen Welt und ein strategischer Schwerpunkt für Kalmar.
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